Stephanie Wölk
Floristin - Gartenliebhaberin - Imkerin

Frühling

Der Frühling fängt bei mir im Garten mit Scharbockskraut, Primeln, Narzissen, Veilchen, Tulpen, Felsenbirne, Anemone nemorosa und vielen anderen frühen Stauden an. Der Garten wird nicht nur farbenprächtiger, auch die Vögel beleben ihn mit ihrem Treiben und Gezwitscher. Die Bienen trauen sich wieder aus ihrer Beute und tragen fleißig Pollen und Nektar ein. Jedes Jahr, ab März kommen Donald und Daisy (2 Stockenten) belagern den Garten, besetzen den Teich und laben sich am Hühnerfutter.                                     



Frühlingserwachen  

Wenn Haselnuss und Schneeglöckchen blühen, sprechen wir vom Vorfrühling. Am 1. März beginnt der meteorologische Frühling und geht bis zum 31. Mai. Spätestens jetzt stehen die Gartengeräte bereit und warten auf Ihren Einsatz. Auch ich warte auf die passenden Temperaturen damit ich endlich die letzten Relikte des Winters beseitigen kann. Am 1. Märzwochenende soll es soweit sein, hoffentlich!

Totholzhaufen

Ein für mich wichtiger Bestandteil in meinem Gartens sind die Totholzhaufen. In uneinsehbaren Ecken staple ich Gartenabfälle, überwiegend Zweige und Gestrüpp. Schnell siedelt sich dort Leben an. Mikroorganismen übernehmen die Zersetzung, Insekten und Käfer finden Nahrung und Lebensraum. Der Igel nutzt ihn als Behausung im Sommer und zum Winterschlaf.Durch die Verrottung sackt er im Laufe der Zeit zusammen, so dass ich immer wieder neue Äste nachlegen kann.Man unterscheidet zwischen vertikalem und horizontalem Totholz. Aus diesem Grund habe ich den dicken, ca. 4m hohen Stamm, einer alten Konifere stehen lassen und mit Rankpflanzen wie Efeu, Hopfen, Clematis und Kletterrosen überwuchern lassen. Der steht nach 10 Jahren immer noch fest und bietet somit Lebensraum und Nahrung für Insekten und Vögel.


Und "jährlich grüßt die Schneckenschar"

Wie in vielen Gärten, leiden auch meine Pflanzen unter einer Invasion von Nacktschnecken. Als ich anfing zu gärtnern dachte ich jedes Tier hat seine Berechtigung und ließ sie in Ruhe.Als die Invasion ihren Höhepunkt erreichte, nämlich meine Terrasse zu stürmen und die Fensterscheiben zu erklimmen, unterschrieben sie ihr eigenes Todesurteil. Nur, wie sollte ich es tun?Ich wälzte Literatur, tauschte mich mit Mitbefroffenen aus und entschied mich sie mit kochendem Wasser zu ermorden!Jeden Morgen bevor ich zur Arbeit ging sammelte ich in wenigen Minuten um die 100 Nacktschnecken und tötete sie mit heißem Wasser. Die Entsorgung von tausenden Nacktschneckenleichen gestaltete sich problematisch, da sie in kürzester Zeit einen pikanten Geruch hinterließen. Der einzige Weg war die Restmülltonne. Trotz dieser Massentötung wurde ich der Situation nicht Herr. Nach einem regnerischen Tag ging ich in den Garten um ein paar Kräuter zu schneiden. Ich dachte mich trifft der Schlag! Mein Rasen war übersät mit gefühlten 3 Milliarden Nacktschnecken. Ich resignierte, packte mein "Igelfreundliches" Schneckenkorn aus und tat was unumgänglich war.Am nächsten Morgen glich der Rasen einem Schlachtfeld. Um die unter Naturschutz stehenden Weinbergschnecken bei so einer Aktion nicht zu gefährden, sammle ich sie vorher ein und bringe sie an eine vermeintlich sichere Stelle im Garten.Im Laufe der Jahre hat sich das Nacktschneckenproblem entspannt. Die Weinbergschnecken vermehren sich hervorragend und die Nacktschneckenpopulation hat deutlich nachgelassen, so das ich nicht mehr eingreifen muss. 

Schneckenresistente Stauden:

Storchenschnabel, Frauenmantel,  Herbstanemone,  Elfenblume,  Spornblume,  Fette Henne, Kaukasusvergißmeinnicht,  Taglilien, Perovskia,

Kräuter: 

Lavendel, Rosmarin, Thymian, Majoran, Borretsch, Salbei


Universalstrauch Korkenzieherweide

Aus einer selbst gezogenen Korkenzieherweide (einfach einen Zweig in der Vase Wurzeln ziehen lassen und einpflanzen), ist ein üppiger Baum geworden, den ich jedes Jahr stutze und aus den Zweigen Werkstücke arbeite. Er kann bis zu 8m hoch werden und ist deshalb für kleine Gärten ungeeignet.
Der botanische Name ist "Salix matsudana `Tortuosa`".
Die Zweige eignen sich gut für die Vase, ebenso finden sie Verwendung in der Floristik. Da die Zweige extrem biegsam sind lassen sie sich gut zu Kränzen und Kugeln verarbeiten.Die Kränze werden ohne Hilfsmittel aus den Zweigen gewunden und mit dünnen Ästchen, an den beiden Enden umwickelt (siehe Floristk-Osterdeko). Auch Kugeln sehen toll aus , erfordern aber etwas Übung.